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Daten und Fakten rund um das Mammographie Screening Programm und Brustkrebs
- Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens an Brustkrebs zu erkranken liegt zwischen 9 und 10%. Innerhalb der Altersgruppe 50-69 erkrankt jede 20ste Frau an Brustkrebs.
- Das Risiko steigt etwa ab dem 40. Lebensjahr steil an und ist zwischen 50 und 70 am höchsten. Im geringen Umfang kann jeder sein eigenes Risiko verringern, indem Übergewicht und Hormoneinnahme nach der Menopause minimiert werden.
- Eine Senkung der Sterblichkeit an Brustkrebs ist in der Altersgruppe der 50 bis 70jährigen Frauen nur für die Früherkennungsmammographie bewiesen, nicht für den Ultraschall oder die Tastuntersuchung.
- Eine regelmäßige Teilnahme am Mammographie-Screening kann die Entstehung von Brustkrebs nicht verhindern, verbessert aber die Chance, Brustkrebs so früh und klein zu entdecken, dass er besser behandelbar ist.
- Frauen mit einem an Brustkrebs erkrankten erstgradigen Verwandten (Mutter, Schwester oder Tochter) haben in der Regel Anspruch auf eine noch engere Früherkennung. Zur Zeit geht man davon aus, dass das Risiko dieser Frauen nocheinmal doppelt so hoch ist. Sie sollten sich mit Ihrem Frauenarzt/Hausarzt besprechen. Wenn eine familiäre Belastung gegeben ist, wird Sie Ihr Arzt vermutlich einmal im Jahr zur kurativen Mammographie schicken - außerhalb des Mammographie-Screening-Programms.
- Mammographie Screening wird bei unseren Europäischen Nachbarn bereits seit vielen Jahren erfolgreich betrieben, ist von der WHO empfohlen und hat in den jeweiligen Ländern die Sterblichkeit an Brustkrebs um bis zu 40% gesenkt (in den Ländern wurden unterschiedliche Erfolgsraten zwischen 20% bis 40% beobachtet).
- Den derzeitigen Stand der Wissenschaft gibt die Stufe-3-Leitlinie "Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland", ISBN 3-88603-812-2 wieder.
- Die Teilnahme am Mammographie Screening ist freiwillig und wird von allen Krankenkassen übernommen.
- Etwa 96% der untersuchten Frauen haben keine Auffälligkeiten, in der Region Mittelrhein müssen lediglich etwa 4% noch einmal zu weiteren Untersuchungen kommen, letztlich haben etwa 1% einen bösartigen Befund, der meist noch in einem sehr kleinen Stadium gefunden wird.
- Eine unauffällige Screening Mammographie ist keine Garantie, dass nicht doch etwas vorliegt. Ein kleiner Teil der bösartigen Tumoren ist in der Mammographie nicht erkennbar. D.h., man muss immer aufmerksam bleiben. Wenn eine Veränderung an der Brust auffällt, ist immer der Gang zum Arzt notwendig, auch wenn kurz zuvor eine Screening-Mammographie unauffällig gewesen war.
- Die Screening Mammographie ist nur ein weiterer Baustein in der Früherkennung für die Altersgruppe 50-69. Die Untersuchung ersetzt nicht den Gang zum Frauenarzt/Hausarzt zur Vorsorge.
Eine sehr anschauliche Brochüre der Kooperationsgemeinschaft Mammographie versucht einmal mit den Zahlen verständlich umzugehen. Die Brochüre können Sie hier anschauen (PDF Reader benötig).

